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Benutzerhandbuch


Kapitel 8




Überblick über den Blitzmodus

·Der Blitzmodus
·Zaubereien mit Slices
·Der Copper
·Der Blitter
·Der QAmigamodus
·Zusammenfassung





Obwohl das Betriebssystem des Amiga allein schon sehr mächtig ist, nutzt es doch die Graphik-Fähigkeiten, die der Rechner besitzt, nicht aus. Der Blitzmodus ist für Programmierer wichtig, die reibungslose Animationen und Spiele o.ä. schreiben wollen.



Index Der Blitzmodus


Durch den Befehl Blitz geht das Programm in den Blitzmodus über. Im Blitzmodus ist das Betriebssystem 'ausgeschaltet', d.h es wird umgangen und das Programm hat die Kontrolle über den gesamten Rechner. Dies hat zur Folge, daß kein Multi-Tasking mehr läuft und keine Dateizugriffe mehr erfolgen können.

Der Vorteil des Blitzmodus liegt darin, daß die Programme wesentlich schneller ablaufen und dadurch der Bildschirm gleichmäßig gescrollt und ein sogenanntes 'Dual-Playfield' genutzt werden kann.

Der Blitzmodus ist nur ein temporärer Zustand. Kehrt das Programm in den Amigamodus zurück oder beendet es sich, erwacht das Betriebssystem wieder und übernimmt die Kontrolle über den Rechner.

Vorsicht ist geboten bei Verwendung des Blitzmodus im Zusammenhang mit der Version 1.3 oder früheren Versionen des Betriebssystems. Bei diesen Versionen kann das Wegschreiben (flush) der Dateipuffer bis zu zwei Sekunden dauern. Sie sollten daher absolut sicher sein, daß keine Plattenzugriffe mehr stattfinden, wenn Sie in den Blitzmodus übergehen. Zur Zeit ist uns keine Softwaremethode bekannt, mit der dies erreicht werden könnte. Das einzige, was wir empfehlen können, ist grundsätzlich den Befehl VWAIT 100 abzusetzen, bevor in den Blitzmodus übergegangen wird.



Index Zaubereien mit Slices


Bei der Entwicklung des Amiga wurde sehr viel Wert auf die Graphikfähigkeiten gelegt. Im Blitzmodus wird die gesamte Graphikausgabe durch Slices übernommen. Diese sind wesentlich flexibler als die vom Betriebssystem verwendeten Screens und ermöglichen bestimmte Besonderheiten wie weiches (smooth) Scrolling, doppelt gepufferte Displays u.v.m.

Durch die Möglichkeit, mehr als eine Slice gleichzeitig auf dem Bildschirm zu haben, kann dieser in mehrere Abschnitte mit unterschiedlicher Auflösung zerlegt werden.

Es folgt eine Beschreibung der wichtigsten Vorteile der Darstellung mit Slices:


Weiches Scrollen

Das weiches Scrollen wird dadurch erreicht, daß nur ein Teil einer großen Bitmap auf dem Bildschirm angezeigt wird. Der Amiga gestattet es, das Anzeigefenster innerhalb einer großen Bitmap hin- und herzubewegen, wie die folgende Graphik zeigt:

>>> Diagram <<<

Das Display-Fenster repräsentiert den Bildschirmausschnitt, der jeweils zu sehen ist. Indem der Ausschnitt z.B. nach rechts über den Bildschirm bewegt wird, rollt das Bild gleichmäßig nach links.

Der Ausschnitt kann mit den Befehlen Show, ShowF, ShowB innerhalb der Bitmap bewegt werden.

Wie aus der obigen Darstellung ersichtlich, ist die Strecke, über die gescrollt werden kann, durch die Größe der Bitmap begrenzt. Wenn nun die linke Hälfte der Bitmap nochmals auf die rechte Seite kopiert wird, kann gleichmäßig nach rechts bis zum Ende gescrollt werden, bis das gleiche Bild wie ganz links erscheint. Ist das Ende erreicht, kann der Ausschnitt auf die linke Seite zurückgesetzt werden. Da der Ausschnitt an der linken und der rechten Seite der gleiche ist, merkt der Benutzer diesen Übergang nicht und der Vorgang erscheint wie ein endloses Scrollen.

>>> Diagram <<<

Dasselbe Vorgehen kann natürlich auch auf die vertikale Richtung angewendet werden.


Dual-Playfield

In bestimmten Situationen ist es erforderlich, einen Vordergrund unabhängig vom Hintergrund darzustellen. Der Amiga ermöglicht es, eine Bitmap über eine andere zu legen. Diese Darstellung wird Dual-Playfield Modus genannt.

Im Dual-Playfield Modus werden zwei Bitmaps mit je 8 Farben aufeinander dargestellt. Alle Pixel der Vordergrund-Bitmap, die die Farbe 0 besitzen, sind transparent, sodaß die Hintergrund-Bitmap durchscheint. Dabei können beide Ebenen unterschiedliche Farbdarstellungen besitzen.

>>> Diagram <<<



Index Der Copper


Eine gleichförmige Animation auf dem Bildschirm wird dadurch erreicht, daß die Graphik und die Video-Anzeige synchronisiert werden. Die Anzeige wird durch einen Video-Strahl erzeugt, der 50 mal in der Sekunde den Bildschirminhalt erneuert. Oft ist es sinnvoll, die Graphik mit dem vertikalen Signal zu koordinieren. Dies ermöglicht der Graphik-Koprozessor Copper.

Blitz2 bietet mehrere Möglichkeiten, den Copper auszunutzen. Eine beliebte Anwendung besteht darin, die Hintergrundfarbe so zu verändern, daß ein Regenbogeneffekt eintritt. Hierzu dient der Befehl ColSplit.

Für erfahrene Amiga-Programmierer bietet sich auch die Möglichkeit, weitere Effekte in vertikaler Richtung mit Hilfe des CustomCop Befehls zu programmieren.

Im Blitz2 Referenzhandbuch befinden sich Beispiele für diese Befehle.



Index Der Blitter


Der Amiga unterstützt die Darstellung von Graphiken in Form von Bitmaps durch eine spezielle Einrichtung, die Blitter genannt wird. Blitz2 enthält eine Reihe von Befehlen, mit denen Shapes auf Bitmaps ge-blittet werden können und außerdem ein besonderes Scroll-Kommando, mit denen Teile einer Bitmap, unter Zuhilfenahme des Blitters, bewegt werden können.

Es folgt eine kurze Übersicht über die verschiedenen Blitter-Befehle in Blitz2:

Blit - kopiert Shapes auf Bitmaps

QBlit - dasselbe wie Blit , Blitz2 merkt sich aber, an welche Stelle die Shape kopiert wurde und löscht sie wieder, wenn sie an eine andere Stelle bewegt werden soll.

BBlit - ähnlich wie QBlit, statt die Shape zu löschen, stellt Blitz2 jedoch den ursprünglichen Zustand der Bitmap vor dem BBlit wieder her.

SBlit - dasselbe wie Blit, aber mit einer Schablonen-Funktion die verhindert, daß bestimmte Bereiche der Bitmap überschrieben werden.

Block - eine schnelle Version von Blit , die jedoch nur mit rechteckigen Shapes arbeitet, die ein Vielfaches von 16 Pixeln groß sind.

Scroll - kopiert Teile einer Bitmap von einer Stelle zur anderen.



Index Der QAmiga-Modus


Mit Hilfe des QAmiga oder Amiga Befehls kann vom Blitzmodus zurück in den Amigamodus gesprungen werden.

Der Amiga Befehl stellt den Amiga-Anzeige wieder vollständig mit Mousepointer her.

Der QAmiga Befehl hingegen wechselt in den Amigamodus, ohne die Anzeige zu verändern. Hierdurch wird es möglich, in den Amigamodus zu wechseln, um bestimmte Operationen wie Dateizugriffe etc. durchzuführen und wieder zurück in den Blitzmodus zu wechseln, ohne den Bildschirm zu verändern.


Wichtiger Hinweis!!!

Bevor Sie in den Blitzmodus wechseln, müssen Sie absolut sicher sein, daß keinerlei Plattenzugriffe mehr stattfinden. Zur Zeit existiert keine Möglichkeit, dies mit Softwaremitteln sicherzustellen. Daher werden folgende Regeln für den Blitzmodus angegeben, die die Benutzung weitgehend sicher machen:
· Unbedingt auf das Erlöschen der Lampe für das Floppy-Laufwerk warten, bevor ein Programm gestartet wird, das sofort in den Blitzmodus wechselt.

· Benutzer von A590-Festplatten: immer auf das zweite Aufleuchten der Laufwerkslampe warten, wenn Sie Workbench 1.3 verwenden. Bei Workbench 2.0 werden alle Puffer sofort geleert.

· Wenn der QAmiga Befehl benutzt wird, um Daten auf die Platte zu schreiben, empfiehlt es sich, eine Verzögerung einzubauen, bevor zurück in den Blitzmodus gewechselt wird. Der Befehl VWait 250 führt zu einer Verzögerung von etwa fünf Sekunden, das ist in jedem Fall ausreichend.


Es ist wichtig, sich zu vergegenwärtigen, daß keiner der Befehle, die auf das Betriebssystem angewiesen sind, im Blitzmodus verfügbar ist. Wird z.B. versucht, ein Window im Blitzmodus zu öffnen, wird das Compilieren mit der Meldung "Only available in Amiga Mode" ("Nur im Amigamodus verfügbar") abgebrochen. Deshalb ist im Referenzhandbuch jeweils ausdrücklich angegeben, in welchem Modus die Befehle verfügbar sind.

Die Anweisungen Blitz, Amiga und QAmiga sind Compiler-Direktiven. Sie müssen daher in der korrekten Reihenfolge im Quellcode erscheinen.



Index Zusammenfassung


Blitz2 bietet Ihrem Programm zwei Umgebungen an. Der Amigamodus sollte für Anwendungsprogramme verwendet werden und ansonsten immer dann, wenn Plattenzugriffe erforderlich sind. Der Blitzmodus macht von den speziellen Graphikroutinen Gebrauch, die in Blitz2 implementiert sind. Diese ermöglichen eine Geschwindigkeit, die im Amigamodus einfach nicht erreicht werden kann. Dafür wird aber das Betriebssystem für die Zeit stillgelegt.

Abschließend läßt sich sagen, daß einzig und allein Unterhaltungsprogramme es sich leisten können, die Multitasking-Umgebung des Amiga auszuschalten. Reguläre Anwenderprogramme, die im Blitzmodus laufen, werden nicht gern gesehen.























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